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Im Februar veranstalteten wir in Mailand zum ersten Mal gemeinsam mit Visa einen Roundtable zum Thema Nachhaltigkeit, an dem acht der größten Banken Italiens teilnahmen.
Im Februar starteten wir in Mailand zum ersten Mal unsere charakteristische Roundtable-Reihe zur Nachhaltigkeit, die wir gemeinsam mit Visa veranstalteten.
Wir brachten führende Vertreter von acht der größten Banken im italienischen Ökosystem zusammen, um die neuesten Erkenntnisse und Trends in Bezug auf die Rolle der Nachhaltigkeit im Bankgeschäft ihrer Kunden zu erörtern - sowohl für Privat- als auch für kleine Geschäftskunden.
Schauen wir uns die Höhepunkte der Sitzung an.
Die Herausforderung
Im Jahr 2024 hat die globale Erwärmung bereits die im Pariser Abkommen1 festgelegte Grenze von 1,5 °C überschritten. Das bedeutet, dass wir den Grenzwert für den Klimawandel bereits nicht mehr einhalten können.
Die Notwendigkeit, Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen, wird von Tag zu Tag dringlicher, und über 86 % der Weltbevölkerung stimmen dem zu2.
Obwohl das Bewusstsein für Klimaschutzmaßnahmen groß ist, wissen viele nicht, wie sie damit anfangen sollen. Dies ist eine kritische Lücke, die es zu schließen gilt, da mehr als 2/3 der Emissionen auf den Konsum der Haushalte zurückzuführen sind3.
Dies stellt eine große Chance für Banken dar, da sie in der Lage sind, ihre Kunden über die Umweltauswirkungen ihrer Einkäufe aufzuklären. Gleichzeitig haben Umfragen gezeigt, dass einer von drei Kunden zu einer Bank wechseln würde, die ein nachhaltigeres Angebot hat4.
Indem sie diesen Wandel ermöglichen, können die Banken eine Wirkung erzielen, die sowohl dem Planeten als auch ihrem eigenen Geschäft zugute kommt.
Bei diesem Rundtischgespräch in Mailand haben wir gemeinsam diese Chance für den italienischen Markt erkundet. Die anwesenden Akteure berichteten über ihre bisherigen Umsetzungen, Herausforderungen und Erfahrungen bei der Markteinführung nachhaltiger Banklösungen in Italien.
Die Diskussion
Im Gegensatz zu unseren Rundtischgesprächen in anderen Regionen hatten einige der teilnehmenden italienischen Banken bereits die ersten Schritte zur Einführung einer nachhaltigen Banklösung unternommen. Daher konzentrierte sich die Diskussion eher auf die Frage, wie man die Umsetzung vorantreiben kann, als auf die Frage, wie man damit anfängt.
Dies waren die wichtigsten Themen, die die Teilnehmer gerne weiter erforschen wollten:
1. Kontinuierliche Iterationen sind der Schlüssel zur Erzielung einer langfristigen Wirkung
Zwar haben einige Teilnehmer bereits erste Ansätze für ein nachhaltiges Bankangebot umgesetzt, doch waren sich alle einig, dass dies nur die ersten Schritte auf dem Weg zu einer langfristigen Vision sind.
Die ersten Implementierungen halfen diesen Banken, die Grundlagen zu testen, z. B. das erste Kundenfeedback und den technischen Rahmen. Es wurde jedoch schnell deutlich, dass die Art des Nachhaltigkeitspartners, den sie auswählen, entscheidend dafür ist, dass das Angebot einer nachhaltigen Bank über eine reine "Wohlfühl"-Initiative hinausgeht.
In der Diskussion wurde deutlich, dass Rahmenbedingungen und Einrichtungen zur Messung der Auswirkungen der Lösung für den langfristigen Erfolg entscheidend sind - sowohl in Bezug auf die Umwelt als auch auf die Rentabilität des Unternehmens. Dies ist derzeit eine große Lücke, die bei frühen Implementierungen besteht.
2. Hochwertige Kundeninhalte sind wichtig
Die Umsetzung des Klimaschutzes muss nicht nur transaktionsbasierte Berechnungen des CO2-Fußabdrucks umfassen, sondern auch Inhalte, die darüber aufklären, was die Berechnungen bedeuten und was die Nutzer tun können, um ihre Emissionen zu reduzieren.
Die Teilnehmer des Rundtischgesprächs waren sich jedoch einig, dass es nicht ausreicht, einfach nur Bildungsinhalte anzubieten.
Es ist wichtig, mit den richtigen Partnern zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die bereitgestellten Inhalte nicht nur personalisiert und relevant sind, sondern auch so greifbar, dass der Endnutzer sie wiederholt anwenden kann. Die Inhalte sollten nachweislich zu einer langfristigen Verhaltensänderung hin zu nachhaltigeren Verbrauchsmustern führen.
3. Die Banken müssen ihre Unterstützung für kleine Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit verstärken
Die Banken sind sich des Interesses der Verbraucher an Nachhaltigkeit sehr bewusst, aber es gibt auch eine hervorragende Möglichkeit, diese Nachfrage im Segment der kleinen Unternehmen zu bedienen.
Viele Vorschriften auf der ganzen Welt drängen Privatunternehmen dazu, über die Kohlenstoffemissionen ihrer Unternehmen zu berichten, z. B. die CSRD in Europa und die SECR im Vereinigten Königreich. Diese Vorschriften betreffen derzeit direkt große Unternehmen.
Warum also sollten sich kleine Unternehmen kurzfristig um diese Vorschriften kümmern? Kleine Unternehmen sind bereits indirekt betroffen und müssen früher als erwartet Emissionsangaben machen.
Wenn beispielsweise ein kleines Unternehmen ein Großunternehmen als Kunden oder als Teil seiner Lieferkette hat, wird es bereits nach detaillierten Informationen über Emissionen und Nachhaltigkeitspraktiken für die Berichts- und Prüfungsprotokolle des Kunden gefragt.
Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2024 im Vereinigten Königreich befürchten 66 % der befragten Unternehmen, dass sie nicht über das nötige Wissen verfügen, um Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen5. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, die die Banken bei der Suche nach neuen Wegen zur Ansprache dieses Kundensegments berücksichtigen sollten.
Abschließend wurde deutlich, dass der italienische Markt bereits mit der Erprobung nachhaltiger Banklösungen begonnen hat und sich dafür einsetzt, diese seinen Kunden zur Verfügung zu stellen. Diese ersten Erfahrungen haben ihnen eine klare Perspektive gegeben, ihre Implementierungen zu wiederholen und zu verbessern, um eine messbare Wirkung zu erzielen - sowohl für die Umwelt als auch für ihr Geschäft.
Referenzen
- Natur.de 2025
- Natur Klimawandel 2024
- UN-Umweltprogramm 2020
- Glöckchen 2023
- UK Net Zero Business Zensus 2024




